Frotscher Wissen

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3D-Applikation

Form der Druckveredelung, bei der klares Flüssigharz mit einer speziellen Pistole auf einen gedruckten Aufkleber aufgebracht wird. Durch die Wölbung (Doming) und den damit verbundenen 3D-Effekt erhält der Aufkleber ein edles Aussehen. Besonders geeignet für Logos im klassischen Button-Style, aber auch für organische Formen, Typo oder Produktdarstellungen.

Additive Grundfarben

Die additiven Grundfarben sind Rot, Grün und Blau (Abk.: RGB) – auch Lichtfarben. Diese Farben lassen sich in einem additiven Farbmischsystem nicht aus anderen Farben mischen lassen. Dagegen können aber im additiven Mischverfahren aus diesen Farben alle Farben des RGB-Farbraumens erzeugt werden.

Wird ein roter, grüner und blauer Lichtkegel gleicher Intensität an einer weißen Fläche (z.B. einer Wand) übereinander projiziert, so entsteht der Farbeindruck Weiß als Ergebnis der Addition der drei spektralen Grundfarben.

Affichenpapier

Papiersorten für großformatige Plakate, meist holzhaltig und stark geleimt.

Akzidenzien

Nicht periodisch erscheinende Druckprodukte: Privat- und Geschäftsdrucksachen aller Art, z.B. Familiendrucksachen, Formulare, Tabellen, Briefbogen, Prospekte, Kataloge. Nicht dazu gehören: Werke (Bücher), Zeitungen, Zeitschriften, Verpackungen.

Altarfalz

Auch Gatefold oder Fensterfalz genannt. Ist eine Parallelfalzart. Bei dieser Falzart wird ein Blatt so gefaltet, dass zwei Flügel entstehen, die nach innen geklappt werden können. Dadurch entsteht ein 6-Seiter. Es gibt aber auch einen 8-seitigen Altarfalz. Bei diesem wird der 6-Seiter zusätzlich noch in der Mitte gefalzt.

altarfalz

 

Anschnitt

Anschnitt, auch randabfallender Druck.

Das ist die Linie, an der entlang ein Druckbogen aufs Endformat beschnitten wird. Ragen bedruckte Bereiche (Farbflächen, Fotos, Grafiken) an die Papier- oder Bedruckstoff-Kante einer fertigen Drucksache, spricht man von randabfallenden oder im Anschnitt liegenden Elementen. Solche Elemente werden in Druckvorlagen mit Beschnitt angelegt.

Aushänger

Aushänger dienen zur Qualitätsprüfung durch den Kunden. Ein Druckbogen, der vor Beginn des Fortdrucks (= Auflagendruck) der Produktion entnommen wird.

Das Begriff Aushänger kommt daher, da früher zur Prüfung der Druckqualität ein solcher Bogen zur Begutachtung ausgehängt wurde.

Ausschießen

Systematisches, druckgerechtes Anordnen einzelner Seiten eines mehrseitigen Produktes, dass nach dem Drucken und Falzen des Druckbogens alle Seiten in fortlaufender Reihenfolge hintereinander stehen.

Entscheidend für das Ausschießen der Druckformen und den Druck der Auflage ist die Druckweiterverarbeitung zum Endprodukt.

Ausschießprogramme unterstützen diese Arbeit in der Druckvorstufe.

Backup

Sicherungskopie von Daten

Beschnitt

Zugabe in der Größe von Abbildungen, deren Endformat an einer oder an mehreren Seiten bis an den Rand eines Produkts positioniert ist. Die Abbildungn (Strich/Raster sowie auch Flächen) ist bei anzuschneidenden Bildern in der Regel 3 mm an der anzuschneidenden Seite größer als das Endformat. Der Beschnitt gewährleistet durch diese Zugabe, dass das Fertigprodukt an den Rändern einwandfrei ohne blitzende Kanten fertiggestellt werden kann. Der erforderliche Beschnitt muss ggf. schon in einer Reinzeichnung angelegt werden.

Weitere Bedeutung:
Zuschnitt eines fertig verarbeiteten Produktes auf das Endformat.

Beschnittmarken

Mit gedruckte Markierungen, mit denen das Endformat der fertigen, gedruckten Seite markiert wird. Diese Marken werden beim Endbeschneiden der Seiten verwendet.

Bildauflösung

Digitale Bilder müssen je nach Verwendungszweck unterschiedliche Auflösungen haben. Die Auflösung wird in dpi (dots per inch) angegeben, also in der Punktdichte pro Zoll. Für die reine Bildschirmauflösung im Internet genügen 72 dpi, für den Zeitungsdruck sind ca. 150 dpi erforderlich und für den Offsetdruck 300 dpi, um qualitativ gute Ergebnisse zu erzielen.

 

Bilderdruckpapier

Auch Kunstdruckpapier. Besteht aus Zellstoff, gegebenenfalls mit geringem Holzanteil und ist gestrichen, oft auch satiniert. Es gibt matt, seidenmatt und glänzend gestrichene Papiere. Dadurch hat das Papier eine glatte geschlossene Oberflächenoptik. Die Druckfarbe wird nicht aufgesaugt. Es bietet eine hohe Alterungsbeständigkeit und vergilbt nicht.

 

Bildkompression

Um Speicherplatz zu sparen, kann die Datenmenge von Bildern durch Datenkompression reduziert werden. Je nach eingesetztem Verfahren unterscheidet man zwei Arten von Kompression: verlustfreie und verlustbehaftete Kompression. Bei der verlustbehafteten Kompression wie JPEG oder GIF werden Informationen eingespart und Bilddetails dadurch weggerechnet. Dies hat Qualitätseinbußen zur Folge hat und verstärkt sich bei jedem neuen Kompressionsvorgang. ZIP oder RLE sind hingegen Beispiele für verlustfreie Kompression von Bildern ohne Verlust von Informationen.

Bitmap

Auch Rastergrafik. Bezeichnet ein Dateiformat für Grafikdateien mit der Dateiendung „bmp“. Dabei handelt es sich um ein digitalisiertes Bild, das aus Bildpunkten (Pixeln) besteht. Bei schwarz-weißen Bitmap-Grafiken stellt jedes Bit einen Pixel dar. Bei Farbdarstellungen wird die Farbe jedes einzelnen Pixels durch eine bestimmte Anzahl von Bits definiert. Die Verkleinerung oder Vergrößerung von Bitmap-Grafiken ist meistens mit Einbußen bei der Qualität verbunden.

Blindmuster

Auch Weißmuster. Probestück eines Druckerzeugnisses zur Voransicht, bei dem Format, Umfang, Papierqualität, Einbandmaterial und Bindung in der vorgesehenen Ausfertigung demonstriert werden. Die Seiten sind unbedruckt.

 

Blindprägung

Auch Blinddruck genannt. Klassiker der Buchveredelung. Kommt ohne Farben aus und funktioniert auf vielen Einbandmaterialien. Mit gravierten Messingstempeln, die leicht erhitzt werden, wird das jeweilige Muster so lange eingeprägt, bis der gewünschte dunklere Farbton entstanden ist. Besonders ausdrucksstark sind vollflächige Bildprägungen, wenn das Motiv komplett über die Vorder-, Rückenseite und den Buchrücken läuft. Bei thermoreaktiven Materialien wie z.B. Kunstleder verändert sich durch die Hitze die Oberflächenstruktur und es entstehen Ton-in-Ton und Glanzeffekt.

Blitzer

Register- oder Passerungenauigkeiten im Druckprozess, die sich durch Über- bzw. Unterfüllen verhindern lassen.

Books on demand

Books on Demand werden nicht in einer festgelegten Auflage produziert, sondern als einzelne Exemplare bei Bestellung gedruckt. Die Bücher werden im Digitaldruck produziert. Ein weiterer Vorteil von Books on Demand ist, dass die Inhalte der Bücher individuell zusammengestellt werden können.

Breitbahn (BB)

Bei der Papierherstellung werden die Bögen, die im Bogenoffset bedruckt werden können, aus Papierbahnen mit einer Breite von mehreren Metern herausgeschnitten. Der Begriff „Breitbahn“ besagt, dass ein Formatpapier aus der Breite und quer zur Laufrichtung der Papierbahn herausgeschnitten wurde. Die Faserrichtung (= Laufrichtung bzw. Maschinenrichtung) liegt parallel zur kurzen Seite des Bogens. Im Gegensatz dazu verlaufen die Fasern bei der Schmalbahn parallel zur langen Seite. Die Laufrichtung ist kein Qualitätsmerkmal und hat keine technischen Auswirkungen. Vgl. auch Schmalbahn.

CD

Abkürzung für Corporate Design.

Mit CD wird das Unternehmens-Erscheinungsbild nach innen und außen bezeichnet. Vornehmlich versteht man darunter die Richtlinien zur Gestaltung aller interner und externer Kommunikationsmittel.

Cellophanierung

Auch Folienkaschierung. Veredelungsvariante durch Überziehen von Bedruckstoffen mit einer transparenten Folie. Durch matte, glänzende oder geprägte Kunststofffolien lasen sich zahlreiche optische und haptische Effekte erzielen. Dient zudem zum Schutz gegen Schmutz, Abrieb und Feuchtigkeit. Als Qualitätsmerkmal sind alle bedruckten Notizbücher von Brandbook cellphaniert.

Chlorfreies Papier

Bezeichnung für Papiere, die aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff hergestellt werden. Zur Bleiche werden in der Regel Sauerstoff und Wasserstoffperoxyd eingesetzt.

CI

Abkürzung für Corporate Identity.
Mit CI werden die besonderen Merkmale einer Unternehmung bezeichnet, die diese von anderen unternehmen unterscheidbar machen. Bestandteil der CI ist das CD (Corporate Design).

Cicero

Cicero ist im Bleisatz ein Grundmaß für eine der mittleren Schriftgrößen. Ein Cicero hat eine Kegelhöhe von zwölf Didot-Punkten und entspricht gerundet 4,5 mm. 2 Cicero bzw. 1 Doppelcicero entspricht 24 Didot-Punkte usw. Eine 12 Didot-Punkt große Antiqua war der Standard in der Bleisatzära und prägte die Lesegewohnheiten. Viele Buchverlage setzen daher auch heute noch ihre Bücher in einer 12 Punkt großen Antiqua-Druckschrift.

 

CIE-Farbraum

Geräteunabhängiger Farbraum. Farbbilder werden in diesem Farbraum unabhängig vom Eingabesystem (z.B. Scanner) oder den verschiedenen Ausgabesystemen farbneutral gespeicher

CMYK

Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key), die subtraktiven Primärfarben, die als Prozessfarben die Grundlage für den modernen Vierfarbdruck bilden.

 

Color Management System

Auch abgekürzt als CMS bekannt. Im engeren Sinne die Software zur Abstimmung der Farben von der Eingabe bis zur Ausgabe.

Farbkalibrierungssystem zur farblichen Abstimmung sämtlicher Eingabe-, Bildbearbeitungs- und Ausgabesysteme, z.B. Scanner, Farbmonitor, Bildbearbeitungsprogramme, Digitalproof, Belichter und Computer-to-Plate-Systeme.

Komponenten für ein professionelles Color Management System:
– Spektralfotometer und eine Software für das Erzeugen von Eingabe- und Ausgabeprofilen
– Farbprofile, die die Wiedergabeeigenschaften eines Gerätes farbmetrisch beschreiben
– Farbrechner, der die Umrechung der Farbdaten von einem Farbraum in einen anderen übernimmt
– Software, die eine Farbumrechnung erfordert (z.B. Adobe Photoshop)

Computer-to-Plate

Abkürzung: CTP

Druckplatten, die außerhalb der Druckmaschine belichtet werden. Direkte digitale Informationsübertragung auf eine Druckplatte bei der Datenausgabe. Für die Druckformherstellung entfallen somit alle Zwischenstufen wie das Herstellen von Filmen, das Montieren, das Belichten und Entwickeln der Druckplatten.
Wird heute aber meist abgelöst durch Computer-to-Press.

Computer-to-Press

Direkte Belichtung der Druckplatten oder Druckfolien, in der Druckmaschine.
Vorteil: kürzere Produktionszeiten, effizientere Prozesse

Copyright

Urheberrechtlicher Schutzvermerk, z.B. in Büchern und anderen Produkten mit Angaben zum Autor, Verlag, Jahreszahl der Veröffentlichung u.a.

Vielfach wird für das Copyright nur das Kürzel © eingesetzt.

Cover

Englische Bezeichnung für den Umschlag einer Broschur oder den Bucheinband.

Cyan

Bezeichnung für die Farbe Blau aus dem CMYK-Farbmodell.

Deckenband

Begriff aus der Buchbinderei.

Sammelbezeichnung für sämtliche in Einbanddecken gebundene Erzeugnisse, auch Hardcover genannt. Technisch ist jedes Buch ein Deckenband.

Densitometer

Meßgerät für optische Dichten von Tonwerten bei Auflicht- oder Durchlichtvorlagen in der Reproduktion und im Druck.

Digitaldruck

Digitaldruck (auch kurz Digidruck) bezeichnet eine Gruppe von Druckverfahren, bei denen das Druckbild direkt von einem Computer in eine Druckmaschine übertragen wird, ohne dass eine statische Druckform benutzt wird. Die verschiedene Verfahren basieren u.a. auf dem Prinzip Elektrofotografie, Thermografie, Inkjet.
Anders als zum Beispiel im Offsetdruck wird beim Digitaldruck keine feste Druckvorlage (Druckform) benötigt, so dass jeder Bogen anders bedruckt werden kann (NIP = Non Impact Printing). Dadurch sind Personalisierungen der Druckerzeugnisse möglich. Zudem können mehrseitige Dokumente ohne Wechsel der Druckform sofort in der richtigen Reihenfolge gedruckt werden, ein späteres Zusammentragen (Sortieren) entfällt.

Im Digitaldruck sind die Ablaufprozesse wesentlich kürzer und es kann bedarfsgerecht produziert werden, aber einer Auflage von 1. Bei kleineren Auflagen ist der Digitaldruck wesentlich wirtschaftlicher als der Offsetdruck.

DIN-Formate

Genormte Größen der im Geschäfts- und Behördenverkehr benutzten Papiere und Kartons. Überwiegend eingesetzt werden Formate der DIN-A-Reihe. Ausgangsformat ist der Bogen im Format DIN A0 in der Größe 841 mm x 1189 mm. Durch das Halbieren der langen Seite ergibt sich jeweils das nächstkleinere DIN-Format.
Eine Tabelle mit allen DIN-Formate finden Sie hier unter Frotscher Mehrwert.

Dispersionslack

Dispersionslack wird über spezielle Lackierwerke im Anschluss auf den Offsetdruck auf das Papier übertragen. Es gibt matte, seidenmatte und glänzende Dispersionslacke, die etwas bessere Glanzeffekte haben und zu einer geringeren Vergilbung neigen als herkömmliche Drucklacke. Matte und seidenmatte Dispersionslacke können allerdings bei mechanischer Beanspruchung auch Streifen bzw. Scheuerspuren bilden.

Dpi

Abkürzung für: Dot per Inch.
Englische Bezeichnung für die Auflösungsfeinheit in „Punkten pro Zoll“ von Ausgabesystemen, wie z.B. Belichtern, Druckern.
(1 Zoll = 2,54 cm)

Druckform

Die Druckform ist der Gegenstand, mit dem Texte in Satzschrift, Bilder und Strichelemente mittels Farbe auf den Druckträger – zum Beispiel Papier – übertragen werden. Die unterschiedlichen Druckverfahren haben unterschiedliche Druckformen. Beim Offsetdruck besteht die Druckform aus einer chemisch behandelten Platte.

Druckkontrollstreifen

Auch Farbmess-Streifen.  Wichtige Hilfsmittel, um die Qualität von mehrfarbigen Drucken zu gewährleisten. Mit den vierfarbigen genormten Streifen, die unterschiedliche Messfelder enthalten, lassen sich Parameter wie Graubalance, Passgenauigkeit und Farbdichte im Proof- und Druckprozess überwachen. Die Druckkontrollstreifen werden als Referenz auf dem Druckbogen mitgedruckt.

Drucklack

Farblose Lackschicht, die vollflächige oder partiell direkt in der Druckmaschine auf das Druckerzeugnis aufgetragen wird. Sie schützt vor Abrieb oder Beschädigung, versiegelt die Druckfarbe und ermöglicht gleichzeitig gestalterische Effekte. Drucklacke gibt es glänzend, matt und seidenmatt. Sie sind die günstigste Form der Veredelung. Allerdings ist die Oberfläche nur bedingt kratz- und scheuerfest und neigt zum Vergilben.

Druckplatte

Informationsspeicher für die indirekten Druckverfahren. Druckplatten sind alle planliegenden, starren oder flexiblen Druckformen für verschiedene Druckverfahren.
Aluminiumplatte, die zur Herstellung einer Druckform verwendet wird. Umgangssprachliche auch für Offsetdruckformen, die für den Druckprozess auf den Druckformzylinder eingespannt wird. Offsetdruckplatte.

Druckvorstufe

Viefach heut auch: Prepress
Allgemeine Bezeichnung für alle Arbeits- und Tätigkeitsbereiche, die vor dem Druck liegen, z.B. Datenerfassung, Datenbe- und -verarbeitung für Texte, Bilder, Grafiken u.a., Satzherstellung, Reproduktion, Ganzseitenmontage, Proofherstellung, Druckformherstellung.

Dublieren

Fehler im Druck.
Schattenartige blasse Konturen neben dem eigentlichen Druckbild.
Rasterpunkte und auch andere Druckelemente zeigen einen schwächeren, leicht versetzten Abdruck auf dem Bedruckstoff. Das Dublieren erhöht die Tonwertzunahme im Druckprozess.
Ursachen können im Papier, dem Gummituch und der Einstellung der Druckmaschine liegen.

Duplexdruck

Duplex= lateinisch für doppelt.
Unter Duplexdruck versteht man im Allgemeinen, dass ein Graustufen-Bild zusammen mit einer zweiten Farbe (meistens mit einer Schmuck-/Sonderfarbe) gedruckt wird. Hierbei muss das Bild in der Bearbeitung speziell farbsepariert werden. Durch den Duplexdruck wird die Wirkung des Bildes verstärkt.

Durchscheinen

Liegt vor, wenn das Druckbild von der Vorder- auf die Rückseite eines Papieres oder umgekehrt sichtbar wird. Kann auch an der zu starken Transparenz bzw. Opazität des Bedruckstoffes liegen. Generell gilt: dünne, holzfreie Papiere scheinen stärker durch als holzartige, dickere.

 

Effektlack

Lack, der Effektpigmente enthält, um besondere Druckeffekte zu erzielen. Die Partikel können in Farbe, Größe und Form variieren und bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu gehören Metalliclacke, Glitzerlacke oder Perlmuttlacke.

EPS

Encapsulated PostScript (EPS) ist ein von Adobe Systems entwickeltes Grafik- bzw. Bilddatenformat in der Seitenbeschreibungssprache PostScript, das zur Weitergabe von Bilddaten geeignet ist. Eine EPS-Datei basiert auf Pixel- und/oder Vektordaten.

Euroskala

Kurzbezeichnung für Europäische Farbskala für den Offsetdruck. Genormte Farbtabelle, die für die im Vierfarbdruck eingesetzten Druckfarben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz (CMYK) die Druckreihenfolge, die Sättigung und den Farbton festlegt.

Farbdichte

Wichtiges Kriterium für die Standardisierung des Offsetdrucks und die Qualitätskontrolle. Gibt die optische Dichte der Farbflächen auf einem Bedruckstoff an und wird mit dem Auflichtdensitometer gemessen.

Farbprägung

Die Farbprägung funktioniert ähnlich der Blindprägung. Einziger Unterschied: Zwischen Prägestempel und Buch befindet sich eine dünne farbige Folie, die durch hohen Druck und Wärme auf den Einband übertragen wird.

Farbrauschen

Farbrauschen bezeichnet eine falsche Wiedergabe von Bildinformationen bzw. eine falsche Wiedergabe von Farben innerhalb eines Fotos. Dies können z. B. andersfarbige Punkte auf einer eigentlich schwarzen Fläche sein. Das Rauschen tritt besonders stark in unterbelichteten Bildbereichen auf. Generell ist ein Grundrauschen immer vorhanden und lässt sich nicht ganz vermeiden. Es lässt sich jedoch abschwächen, indem man die Lichtempfindlichkeit (ISO) möglichst gering hält.

 

Fluoriszierende Farben

Leuchtende Sonderfarbe, die nicht durch das Mischen der Prozessfarben hergestellt werden kann. Der Effekt ist im Siebdruck ungleich höher als im Offsetdruck. Auch das doppelte Drucken der Farbe erzielt eine unglaubliche Leuchtkraft. Fluoreszierende Farben leuchten als Tagesleuchtfarbe im Hellen und als Nachtleuchtfarben im Dunkeln.

Font

Ein Font ist in der Typografie ein kompletter digitaler Zeichensatz einer Schriftart für Apple Macintosh und/oder Microsoft Windows.

Frequenzmodulierter Raster

Bei dem FM-Rasterverfahren (frequenzmoduliertes oder nichtperiodisches Raster) werden die Rasterpunkte nicht in festgelegten Winkeln angeordnet, sondern nach mathematischen Zufallsprinzipien verteilt. Dazu wird die Fläche in gleichgroße Punkte aufgeteilt. Die Variation von Helligkeit und Farbe wird über die Anzahl der Punkte in der Fläche gesteuert, also über die Frequenz. Dadurch ergibt sich eine feinere Halbtonwiedergabe und der Farbraum im Offsetdruck wird um ca. sieben Prozent erweitert. Außerdem wird der Moiré-Effekt unterbunden.

Gestrichene Papiere

Auch Kunst- oder Bilderdruckpapiere. Papier mit einer besonders ebenen Oberfläche. Diese entsteht durch das maschinelle Bestreichen mit einer Streichmasse aus Pigmenten (z. B. China-Clay, Kreise, Satinweiß) und Bindemitteln wie Kunststoff-Dispersion oder Stärke. Dieser „Strich“ veredelt das Papier und gibt ihm eine geschlossenere Oberfläche, die eine hohe Detailwiedergabe und bessere Qualität beim Druck garantiert. Es gibt matt und glänzend gestrichene Papiere.

Goldener Schnitt

Der Goldene Schnitt ist ein bestimmtes Verhältnis zweier Zahlen oder Größen, das in der Kunst, Architektur und Typographie als die ideale Proportion oder als Schönheitsgesetz für Ästhetik und Harmonie angesehen wird. Bereits die Griechen entdeckten dieses ideale Teilungsverhältnis, das auch in den Proportionen des menschlichen Körpers zu finden ist. Auch der Satzspiegel lässt sich nach dem goldenen Schnitt einteilen, sodass die Seite dem Betrachter als besonders harmonisch erscheint.

 

Goldschnitt

Aufbringen von Blattgold auf die Schnittkanten des Buchblocks. Dazu wird der Buchblock zunächst geschmirgelt und poliert. Für bessere Leuchtkraft wird häufig ein roter Farbschnitt angelegt. Dieser wird mit einer aus verdünntem Eiweiß herstellten Klebeflüssigkeit bedeckt und vorsichtig mit Blattgold belegt. Nach dem Trocknen wird der Goldschnitt mit einem speziellen Werkzeug (Glättzahn aus Achat) auf Hochglanz poliert. Wurde früher häufig bei Bibeln und Gesangsbüchern eingesetzt. Auch heute lassen sich damit z.B. Notizbücher verzieren.

Gradient

Auch Farbverlauf. Allmählicher, stufenloser Übergang einer Farbe in eine andere.

Grammatur

Gewicht von Papier in Gramm pro Quadratmeter. Auch Flächengewicht genannt. Die Grammaturen von Papier reichen von sieben bis ca. 225 g/m2. Karton wiegt 150 bis 600 g/m2. Pappe gibt es mit Grammaturen ab 225 g/m2. Normales Office-Druckerpapier hat im Vergleich dazu 80 g/m2.

Greiferrand

Bereich der Papierfläche, der im Bogendruck nicht bedruckt werden kann. Die einzelnen Druckbogen werden vom Greifer der Druckmaschine erfasst und durch die Maschine geführt. In diesem Bereich kann keine Farbe aufgetragen werden.

Halbtonvorlage

Graustufen-Bildvorlage. Analoge Bildinformation mit verschiedenen Helligkeiten in beliebig vielen Farbtönen. Die Tonwertabstufungen (Helligkeitswerte) verlaufen stufenlos ineinander.

Hardcover

Allgemeine Bezeichnung für ein Buch mit fester Einbanddecke.

Heißfolienprägung

Auch Prägedruck genannt. Bei dieser Variante der Prägung wird ein Prägestempel erhitzt und auf eine Folie gepresst, die sich durch die Wärme löst und auf den Bedruckstoff übertragen wird. Zur Verfügung stehen Folien in verschiedenen Gold – und Silberschattierungen, diversen Farben sowie in matter und glänzender Ausführung, die in Verbindung mit der dritten Dimension einen noch stärkeren optischen Effekt abgeben. Folienprägungen funktionieren sowohl auf diversen Einbandmaterialien als auch auf bedruckten Einbänden.

HKS-Farbsystem

Der HKS-Farbfächer umfasst 120 Volltonfarben mit insgesamt 3.520 Farbtönen für Kunstdruck- und Naturpapiere. Die Absicht dahinter ist die Reproduzierbarkeit und Benennung von Farbnuancen. HKS ist ein Warenzeichen und die Abkürzung für der Druck- bzw. Künstlerfarbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co.

Holzfreies Papier

Genauer „holzstofffreies“ Papier. Holzfreie Papiere werden zu mindestens 95 % aus reinem Zellstoff und ohne andere Holzbestandteile hergestellt. Man spricht auch von „Feinpapieren“. Durch das Fehlen des im Holzharz enthaltenen Lignins kann Zellstoff mit der Zeit nicht vergilben.

 

Holzhaltiges Papier

Genauer „holzstoffhaltiges“ Papier. Besteht zu mehr als fünf Prozent aus verholzten Fasern, z. B. in Form von Holzschliff. Zeitungspapier besteht sogar zu 90 % aus Holzschliff. Holzhaltige Papiere neigen zur Vergilbung.

Hybridlack

Lack, der für die Erzeugung von Matt-Glanz-Effekten eingesetzt wird. Dazu wird auf dem Bedruckstoff der Hybrid-Effektlack an der Stelle aufgedruckt, an der das Motiv matt erscheinen soll. Anschließen wird vollflächig UV-Hochglanzlack aufgetragen, der in den Effektlack absinkt und den Matteffekt entstehen lässt. Vgl. auch Matt-Glanz-Effekte.

ICC

International Color Consortium, ein internationales Komitee, welches unter der Leitung der FOGRA an der Standardisierung im Umgang mit Farben, Farbbildern und Farbprofilen arbeitet. Mit einem entwickelten ICC-Profil ist das Farbverhalten und die Farbwiedergabe von Ein- und Ausgabegeräten exakt zu beschreiben. Dies ist die Voraussetzung für den Einsatz von Color-Management-Systemen.

Imprimatur

Das Imprimatur (lat. „es werde gedruckt“) ist die Erlaubnis zum Drucken. Sie wird entweder nach dem Korrekturlesen der Druckfahnen erteilt oder in der Andruckphase nach dem Einrichten der Druckmaschine. Historisch gesehen ist das Imprimatur die Druckgenehmigung von theologischen Werken durch einen katholischen Bischof.

Inversdruck

Auch Umkehrdruck. Ein Teil der Farbfläche wird ausgespart, um z.B. eine weiße Schrift zu erzielen.

ISO 9000

Qualitätsmanagement– und Qualitätssicherungsnormen. Leitfaden zur Auswahl und Anwendung der DIN ISO 9001 bis 9004. Die deutsche Fassung der Norm wurde mit der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz abgestimmt.

JPEG

Abkürzung für das Gremium „Joint Photographic Expert Group“. Diese Expertengruppe der CCITT/ISO-Normungsausschüsse hat sich mit der mit Bilddatenkomprimierung bei der digitalen Bildverarbeitung beschäftigt und die JPEG-Norm entwickelt. JPEG (kurz: JPG) ist im Web ein weitverbreitetes Datenformat für digitale Fotografien.

K

Bezeichnung für die Farbe Schwarz (Key) aus dem CMYK-Farbmodell.

Kalibrierung

Einstellung von Geräten / Maschinen auf Standardwerte zur Erzielung zuverlässiger Ergebnisse. Beispiel: Die Einstellung der Farbwiedergabe eines Bildschirms, damit die angewählten bzw. angezeigten Farben dem Druck mit bestimmten Skalendruckfarben entsprechen.

Kapitalband

Gewebtes, schmales Stoffbändchen, das die obere und die unterer Seite im Rücken des Buchblocks verziert und die Bindung verdeckt. Es verstärkt zudem die Lagenkanten der Falzbogen im Bund.

Kapitälchen

In der Typografie und Satztechnik die Bezeichnung für einen speziellen Schriftschnitt, bei der anstelle der Gemeinen (Kleinbuchstaben) Großbuchstaben auf der Höhe der Gemeinen gesetzt werden.

Kaschieren

Maschinelles Überziehen von Papier, Pappe oder Karton mit einer matten oder glänzenden Folie. Dient als schützende oder dekorative Schicht.

Komplementärfarbe

Farbe, die in einem Farbenkreis einer anderen Farbe gegenüber liegt.

Beispiele: Cyan – Rot, Magenta – Grün, Gelb – Blau.

Kunstdruckpapier

Hochwertiges, schweres und zweiseitig gestrichenes Druckpapier. Die glatte, geschlossene Oberfläche, die mit einem sehr gleichmäßigen Strich versehen ist, ermöglicht die detailgenaue Wiedergabe von ein- und mehrfarbigen Bildern mit feinstem Druckraster.

Kursiv

Schriftzeichen mit leicht nach rechts geneigtem Schriftschnitt. Englische Bezeichnung: italic.

Lack

Druckveredelung. Druckobjekte werden mit verschiedenen Lackarten (Mattlack, Nitrolack, Glanzlack, Dispersionslack, etc.) versiegelt um haltbarer, schmutzunempfindlich oder optisch aufgewertet zu werden. Dies geschieht meist inline, d.h. an der Druckmaschine ist ein Lackierwerk eingerichtet, welches direkt im Anschluss an den Druckprozess den Lack auf das Objekt bringt.

Laminieren

Technik, die dem Schutz des Papieres dient. Die Druckerzeugnisse (meistens Speisekarten, Aushänge, Landkarten, Gebrauchanleitungen, etc.) erhalten dabei von beiden Seiten eine durchsichtige Schutzfolie, die ihre Haltbarkeit steigert und vor Nässe und Verschmutzen schützt.

 

Lasergravur

Mit der Lasergravur können beliebige Schriftschnitte, vektorisierte Signaturen sowie Wappen oder Logos auf ein Buchcover aufgebracht werden. Dabei verändert die Gravur die Farbigkeit des Materials, sodass die gravierten Stellen bei dunklen Materialien heller und bei hellen Materialien dunkler werden.

Laserschnitt

Gute Alternative zur Stanzung. Im Vergleich zur Stanze lassen sich damit auch filigranere Motive realisieren. Aber auch komplexe, großflächige Motive können gelasert werden. Dabei empfiehlt sich ein starkes Cover (Hardcover), um die Stabilität des Buches/Notizbuches zu gewährleisten. Besonders interessant ist Zusammenspiel von gelasertem Buchumschlag und einem Hintergrundmotiv auf dem darunter liegenden Vorsatzpapier. Bitte aufpassen: Ein guter Laserschnitt verursacht keine sichtbaren Schmauchspuren.

Lasierende Druckfarbe

lasierend: transparent, durchscheinend

Lasierende Druckfarben sind eine wesentliche Voraussetzung für den Vierfarbdruck mit den Prozessfarben Cyan, Magenta und Gelb sowie zusätzlich Schwarz.

Laufrichtung

Bezieht sich auf die Laufrichtung der Papierfasern, d.h. die Anordnung der Zellstoffastern im fertigen Printprodukt. Bei Zeitschriften und Büchern muss die Laufrichtung immer parallel zum Buchrücken sein, da sich die Seiten sonst schlechter blättern lassen.

Bei Bogenpapieren unterscheidet man nach dem Herausschneiden der Bogen aus der Papierrolle Papier mit der Bezeichnung Breitbahn oder Schmalbahn.

 

Leuchtfarbenpapier

Leuchtfarbenpapier ist ein meist einseitig mit optisch aufhellenden Farben gestrichenes Papier, das häufig für Plakate oder Handzettel einsetzt wird. Am Tag hat es eine leicht fluoreszierende Wirkung, bei Lichteinfall in der Nacht ist es phosphoreszierend, also nachleuchtend.

Litografie

Die Lithografie oder auch Steindruck (von altgriech. lithos, „Stein“ und graphein, „schreiben“) ist das älteste Flachdruckverfahren. Es wurde von dem Münchner Aloys Senefelder um 1798 erfunden und vor allem im 19. Jahrhundert für farbige Drucksachen eingesetzt. Dabei erfolgt der Druck nicht über Vertiefungen auf der Druckplatte, sondern nutzt die Eigenschaften von Fett und Wasser, sich gegenseitig abzustoßen. Die Zeichnung wird mit fetthaltiger Lithokreise oder -tusche auf eine speziell geschliffene und entfettete Kalksteinplatte aufgetragen, sodass sie als Fettgrund in der Steinplatte zurückbleibt. Darauf wird die Druckfarbe aufgebracht. Die fetthaltige Zeichnung bindet die Druckfarbe, die restlichen Partien nehmen keine Farbe an. Die Zeichnungen können in verschiedenen Techniken (Kreide-, Feder-, Spritz-, Graviertechnik) aufgebracht werden. Das Verfahren, das der Vorläufer des Offsetdrucks ist, wurde schnell für den Werbedruck eingesetzt, da es das einzige Verfahren war, das größere Auflagen zuließ. Heute ist die Lithografie zu unwirtschaftlich und wird fast für Künstlerdrucke eingesetzt.

LpI

Lines per Inch. Engl. Bezeichnung für die Rasterweite.

M

Bezeichnung für die Farbe Rot (Magenta) aus dem CMYK-Farbmodell.

Magenta

Neben Cyan (C) und Yellow (Y, Gelb) die dritte subtraktive Grundfarbe (Prozessfarbe) für den Vierfarbdruck.

Makulatur

Fehlerhafte Drucke. Zudem werden auch sämtliche Papierabfälle, schadhaftes Papier und Vorlaufpapier in Druckereien als Makulatur bezeichnet sowie überzählige Exemplare und Rückläufer (Remittenden).

 

Manusskript

manus (lat.): Hand
skriptum (lat.): geschriebenUrsprüngliche Bedeutung: von Hand geschriebenes

Ein Manuskript ist die Vorlage eines Textes für ein Druckobjekt. Manuskripte sind streng genommen mit der Hand geschrieben: Heute werden aber auch computergeschriebene Druckvorlagen (Typoskripte) als Manuskript bezeichnet.

Marmorpapier

Papier mit Marmoreffekt, das in verschiedenen Farben und mit unregelmäßigem Muster bedruckt ist.

Mattgestrichenes Papier

Bei gestrichenen Papieren wird die Oberfläche mit einem Auftrag eines Bindemittels („Strich“) veredelt. Das Papier erhält dadurch eine glättere Oberfläche, die eine bessere Druckqualität gewährleistet und sich vor allem zum Bilderdruck eignet. Grundsätzlich sind alle Papiere nach dem Strich matt, d. h. sie sind nicht satiniert. Durch zusätzliches Glätten des Papiers kann auch ein glänzender Strich erreicht werden.

Moirè-Effekt

Der Moiré-Effekt entsteht bei der Überlagerung zweier oder mehrer Linienraster. Dadurch entstehen neue Linien, die sich als unerwünschtes Muster bemerkbar machen. Ein Moiré kann beim Drucken, Scannen und in der digitalen Darstellung am Monitor vorkommen. Da im Vierfarbendruck bei Verwendung von AM-Rastern vier Linienraster übereinander gedruckt werden, entsteht auch hier ein Moiré. Wenn der Rasterwinkel in jedem Farbauszug um einen bestimmten Wert gedreht wird, kann man den Moiré mit bloßem Auge allerdings kaum erkennen.

Montage

In der klassischen Druckvorstufe wird das Zusammenfügen der Text- und Bildinhalte für die Druckform Montage genannt. Darunter versteht man das Einpassen und Befestigen der Kopiervorlagen auf eine transparente Montagefolie. Um eine kopierfähige Form zu erhalten, muss die Vorlage standgenau montiert werden. Dies geschieht mit Hilfe von Einteilungsbogen, Millimeterfolie oder vorgedruckten Standformen.

Offsetdruck

Beim Offsetdruck handelt es sich um ein indirektes Druckverfahren. Das bedeutet, dass die Druckplatte und das zu bedruckende Material nicht miteinander in Berührung kommen. Beim Offsetdruck handelt es sich im das verbreiteste Druckverfahren. Im Offsetverfahren können viele verschiedene Bedruckstoffe bedruckt werden. Das fängt beim Papier an und hört bei Blechen auf.

Offsetdruckverfahren

Auch Flachdruck genannt, was so viel bedeutet als das die zu bedruckenden und die nicht zubedruckenden Elememten auf einer Ebene liegen.
Dir Druckplatte wird chemisch so präpariert, dass die Stellen die bedruckt werden sollen wasserabweisend sind, d.h. konkret: hier bleibt die Farbe haften. Die anderen Elemente, die Wasser angenommen haben, bleiben weiß.

Aus den drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, sowie Schwarz (CMYK) für den zusätzlichen Kontrast, lassen sich auf dem Papier viele Farbtöne mischen. Eine Maschine für den Vierfarbdruck besteht daher aus vier Druckwerken. Viele Maschinen haben Druckwerke für zusätzliche Sonderfarben oder Lackauftragung.
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Opazität

Engl. „Trübung“. Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Je größer die Opazität, desto weniger Licht tritt durch den Stoff hindurch. Um ein Durchscheinen des Druckbildes bei Papier zu verhindern, sollte man bei der Auswahl daher auf die Opazität des Papiers achten. Generell gilt: Dünne, holzfreie Papiere scheinen stärker durch als holzhaltige, dickere.

Paginierung

Das Versehen der Seiten mit Seitenzahlen.

Pantone-Farbsystem

Weltweit einheitliches System von Standardfarben, das die Firma Pantone, Inc. im Jahr 1963 für die Druckindustrie eingeführt hat. Dieses System enthält Sonderfarben, die nicht im herkömmlichen Vierfarbdruck erzielt werden können und ordnet jeder Farbe eine eindeutige Nummer zu. Heute sind über 1.100 Pantone-Farben auf einer breiten Palette von Papieren verfügbar. Siehe auch Sonderfarben.

Papier

Es gibt fast unzählige Papiersorten für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Je nach Dicke und Oberflächenbeschaffenheit lassen sich nicht nur optische, sondern auch ganz spezielle haptische Effekte erzielen. Die Herstellung von Papier erfolgt in Langsiebpapiermaschinen in breiten Papierbahnen, die aufgerollt werden. Die Oberflächenglätte dieses maschinenglatten Papiers ist durch Satinieren und/oder Streichen mit Dispersionen verbessert und veredelt werden.

Parallelfalz

In der Druckweiterverarbeitung ist ein Papierbogen zu falzen. Der jeweils folgende Falz steht parallel zum vorhergehenden Falz. Zu dieser Falzart gehören Parallel-Mittenfalz, Zickzackfalz, Wickelfalz.

Passer

Passer bezeichnet beim Mehrfarbendruck das genaue Übereinanderpassen der einzelnen Farben. Beim Vierfarbendruck werden die vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz nacheinander gedruckt und müssen dabei exakt übereinander stehen, um ein perfektes Druckbild zu ergeben. Bei Passerungenauigkeiten erscheint das Druckbild verschwommen und unscharf. Um dies zu vermeiden, werden Passkreuze mitgedruckt und die Druckmaschinen verfügen meist über eine automatische Passersteuerung, bei der Sensoren die Marken erkennen und die Druckwerke danach ausrichten. Die Passermarken fallen beim Beschnitt weg.

PDF

Portable Document Format (deutsch: transportables Dokumentenformat). Bezeichnung für ein plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente, das von Adobe Systems entwickelt wurde. Ziel war es, dass der Leser einer PDF-Datei das Dokument immer in der Form betrachten und ausdrucken kann, die der Autor festgelegt hat.

Perforation

Spezielle Art der Stanzung durch aneinander gereihte Schlitze oder kleine Löcher in Papier oder Karton. Zweck ist das leichtere Ab- bzw. Durchtrennen von Bedruckstoffteilen oder das leichtere Umlegen eines bestimmten Teiles des Druckproduktes.

Personalisieren

Individuelles Eindrucken eines Namens oder einer Adresse in ein Druckerzeugnis mithilfe des Digitaldrucks.

Pixel

Engl. Abk. für Picture Element = Bildelement. Informationen des digitalisierten Bildes (Helligkeiten und auch Farben) sind in Pixeln gespeichert. Ein Pixel ist z.B. die kleinste Einheit eines vom Scannererfassten Bildpunktes. Die Wiedergabe von Halbtonbilder erfordert diese Datenstruktur, weil jedes einzelne Pixel einen anderen Wert wiedergeben kann. Somit können sämtliche Informationen (Tonwerte für Helligkeiten und Farben) des Bildes dargestellt werden.

Planobogen

Andere Bezeichnung für Rohbogen. Dabei handelt es sich um bedruckte, aber noch ungefalzte und daher flachliegende Druckbogen, die in der Buchbinderei gefalzt, zusammengetragen und zum Buchblock gebunden werden.

PostScript

PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache, die seit 1984 von Adobe Systems entwickelt wird. PostScript-Files sind geräteunabhängig und speichern Schriften, Grafiken und Pixelbilder. Mit dem Aufkommen der PostScript-Drucker hat sich PostScript über die Jahre zu einem Standard in der Druckindustrie entwickelt. Mittlerweile wird es aber von dem ebenfalls von Adobe entwickelten PDF-Format verdrängt.

Prägung

Starker Pressdruck mit einem bestimmten Formen, Linien, Flächen, Zierstücken oder Motiven, der eine dauerhafte Tiefen- oder Reliefwirkung auf Karton, Einbandmaterial (Buchdecken) u.ä. erzeugt. Eine Prägung ohne Farbe oder den Einsatz von Farbfolien wird Blindprägung genannt. Daneben gibt es Farb-, Folien-, Relief-, Hochfrequenzprägungen u.a.

Preflight

Ein Preflight (engl. „Vor-Flug-Kontrolle“) ist im Druckbereich eine Simulation des Ausgabeprozesses im Computer. Dabei werden beim Preflight-Check in der Druckvorstufe die zu belichtenden Dateien nach vordefinierten Regeln geprüft. Zur Standardprüfung gehört z. B. die Frage, ob alle Bilddaten im Zugriff sind, die Auflösung ausreichend ist, alle Schriften aktiviert, alle Farbräume korrekt zugewiesen oder die richtigen Sonderfarben enthalten sind.

Print on demand

Drucken nach Bedarf. Der Begriff wird im Zusammenhang mit dem Digitaldruck und im Web2Print verwendet. Hier werden auch Kleinstauflagen ab 1 Stück bzw. in der jeweils gewünschten Menge gedruckt.

Proof

Farbprüfverfahren für Farbreproduktionen als interne Kontrolle für die Reproduktion, als externe Qualitätskontrolle für den Kunden und ggf. als Muster für den Auflagendruck. Hergestellt werden Proofs mit verschiedenen analogen und digitalen Techniken mit unterschiedlichen Qualitäten. Entscheidend ist eine fortdruckgerechte Bilddarstellung, die einige Proofsysteme inzwischen erreichen. In jedem Fall sind Proofverfahren schneller und kostengünstiger herzustellen, als ein Andruck. Ein Proof wird heute von den meisten Kunden als Ersatz für einen Andruck akzeptiert.

Punktzuwachs

Als Punktzuwachs oder Tonwertzuwachs bezeichnet man die Abweichung zwischen dem Rastertonwert der Vorlage (z. B. der digitalen Druckdatei) und dem Rastertonwert im Druck. Da es verfahrenstechnisch immer zu einem gewissen Tonwertzuwachs kommt, ist es nicht vermeiden, dass das Druckbild ungewollt dunkler als gewünscht erscheint. Dieser Zuwachs wird in Prozentwerten angegeben und mit einem Densitometer gemessen.

Quadratmetergewicht

Papiergewicht in Gramm bezogen auf die Fläche eines Quadratmeters (g/m²).

Querformat

Format, bei dem die Breite länger ist als die Höhe.

Quetschfalten

Können beim Aufrollen eines Papiers entstehen oder in der Druck- oder Falzmaschine. Papier mit Quetschfalten muss rechtzeitig aussortiert werden, sonst wird die Qualität beeinträchtigt.

Raster

Netz von Linien, das als Hilfskonstruktion zum besseren Ordnen von Text oder Bildern z.B. in einem Notizbuch dient. Besonders verbreitet sind Linienraster, Karoraster und Punktraster. Darüber hinaus gibt es auch individuelle Raster, die speziell auf eine Branche, Berufsgruppe oder Arbeitsmethode zugeschnitten sind, z.B. Millimeterpapier, Isometrisches Punkt- und Linienraster oder das Gestaltungsraster von Le Corbusier für Architekten oder das Müller-Brockmann-Raster für Designer.

 

Rastern

Viele Drucker und Filmbelichter für den Offsetdruck können nur Schwarz im Vollton und keine Halbtöne (Grau) drucken. Ein Bild, das immer Grautöne enthält, muss daher aufgerastert werden, um ein vollfarbiges Bild zu simulieren. Bei einem Schwarzweiß-Bild werden z. B. hellere Bildwerte durch kleinere Bildpunkte und dunklere Bildwerte durch größere Bildpunkte dargestellt. Zwischen den Punkten steht eine weiße Fläche. Wenn die Punkte klein genug sind, entsteht so ein grauer Farbeindruck. Beim Vierfarbdruck werden alle vier Farben zum Rastern verwendet.

Rasterweite

Die Rasterweite gibt die Anzahl der Punkte auf einer festgelegten Strecke an, entweder in Linien pro cm (L/cm) oder in Linien pro Inch (lpi). Ein 80er Raster besitzt 80 Rasterlinien pro cm (80 L/cm). Je höher die Rasterweite, desto besser die Detailwiedergabe eines Bildes, da mehr Bildpunkte zur Verfügung stehen.

 

Rasterwinkel

Als Rasterwinkel bezeichnet man den Winkel, in dem die vier Prozessfarben (CMYK) gegeneinander schräg versetzt anordnet werden. Diese versetzte Anordnung steigert den Schärfeeindruck und ist entscheidend zur Minimierung des Moiré-Effektes. Im Schwarzweißdruck ist z. B. ein Rasterwinkel von 45 Grad üblich. Beim Einsatz frequenzmodulierter Raster ist der Einsatz eines Rasterwinkels nicht erforderlich.

 

Recyclingpapier

Recyclingpapier wird zu 100% aus wiederverwertetem Altpapier hergestellt. Dabei unterscheidet man zwischen Recyclingpapier aus hochwertigen, sortierten Altpapieren, die unbedruckt waren, und Recyclingpapier aus deinkten Altpapieren, d. h. bedrucktes Papier, dessen Druckfarben mit Hilfe von De-Inking-Verfahren entfernt wurden. Grundlage hierfür ist überwiegend qualitativ minderwertigeres Altpapier von Zeitungen und Zeitschriften. Zur Aufbereitung wird der graue Altpapierbrei mit verschiedenen Chemikalien gewaschen und die herausgelösten Farbpartikel abgesaugt. Häufig wird zusätzlich noch mit Sauerstoff gebleicht, um einen höheren Weißegrad zu erhalten.

Registerstanze

Auch Daumenregister. Die Seiten des Buchblocks werden stufenförmig beschnitten, dass die verschiedenen Teil bzw. Kapitel in Form eines Registers erscheinen. Dies erleichtert das Suchen und Finden von Inhalten und wird häufig in Nachschlagewerden oder Lexika eingesetzt. Registerstanzungen können auch als kreatives Gestaltungselement z.B. bei Notizbüchern eingesetzt werden.

Reliefdruck

Erweitertes Flachdruckverfahren, das auch als Thermo-Reliefdruck bezeichnet wird. Im Anschluss an den herkömmlichen Offsetdruck wird auf die noch nasse Farbschicht ein feines Kunststoffgranulat in Form eines Puders aufgebracht, der an den klebrigen Druckflächen haften bleibt. Bei Erwärmung schmilzt der Puder und verwandelt in eine transparente oder farbige Beschichtung, die man als erhabenen Belag fühlen kann. Wird häufig auf Visitenkarten, Briefbogen oder Glückwunschkarten eingesetzt.

 

Relieflack

Auch Wassertropfen-, Struktur- oder 3D-Lack. Aufbringen von transparentem oder leicht eingefärbten hochauftragenden Lacken, die erhaben und damit fühlbar sind. In matter oder glänzender Ausführung. Kann auch mit Metallicfarben oder Glimmer versehen werden.

RGB

Abkürzung für Rot, Grün, Blau bei der additiven Farbmischung. Ein RGB-Farbraum ahmt die Farbwahrnehmung durch das additive Mischen dieser drei Grundfarben nach.

Ries

Ein Ries (von arabisch „rizma“ = Ballen) ist eine Mengeneinheit für Formatpapiere. Damit wird die variable Menge an Papierbogen angegeben, die in einem Paket abgepackt sind. Häufig wird in Riesen (Paketen) zu 250 Bogen geliefert.

Rillen

Arbeitsvorgang des Buchbinders, um die Biegefähigkeit des Materials zu verbessern und ein Durchbrechen beim Falzen zu verhindern (auch nuten genannt).

Rohbogen

Bedruckte aber noch ungefalzte Druckbogen, die in Stapeln aus der Druckmaschine kommen. Die Rohbogen werden in der Buchbinderei weiterverarbeitet und dort gefalzt, zusammengetragen und zum Buchblock gebunden.

Rüstzeit

Einrichtezeit für Produktionsanlagen, z.B. eine Offsetdruckmaschine, ist ein Teil der gesamten Fertigungszeit. Die Rüstzeit umfasst sämtliche vorbereitenden Arbeiten für die Ausführung eines Auftrages.

Sammelheften

Verarbeitung gefalzter Bogen in der Druckweiterverarbeitung bzw. Buchbinderei. Die gefalzten Bogen werden manuell (nur bei sehr kleinen Auflagen wirtschaftlich) oder maschinell in Sammelheftmaschinen in der Mitte geöffnet und zu einer Lage ineinander gesteckt und durch Rückendrahtheftung geheftet.

Satinieren

Verfahren bei der Papierherstellung, bei dem die Oberfläche von Papier durch Walzen geglättet wird.

Satzspiegel

Begriff aus der Typografie. Bezeichnet die Nutzfläche auf der Seite eines Buches, einer Zeitschrift oder eines anderen Druckwerkes, auf der sich der Text befindet. Wird begrenzt durch die Stege.

Schmalbahn (SB)

Hauptsächliche Faserausrichtung in einem Bedruckstoff: DieLaufrichtung bzw. Maschinenrichtung (M) des Druckbogens (Faserausrichtung) liegt parallel zur langen Papierseite. Das Papier ist beim Verpacken dem entsprechend gekennzeichnet. Beispiel: 61 cm x 86 cm SB (Schmalbahn), 61 x 86 M (Maschinenrichtung).

Drucktechnischer Hinweis: Bei mehrfarbigen Druckprodukten wird im Bogen-Offsetdruck in der Regel Schmalbahnpapier verwendet. Entscheidend sind jedoch immer die Anforderungen der Druckweiterverarbeitung und das Endprodukt.

Schmuckfarben

Auch Sonderfarben genannt. Beliebige Buntfarben mit Ausnahme der genormten Prozess- oder Skalenfarben Cyan (C), Magenta (M) und Yellow (Y) sowie Schwarz(K). Diese Druckfarben werden entweder nach einer beliebigen Farbvorlage des Kunden in der Druckerei selbst gemischt oder es werden aus einem Farbmischsystem (z.B. HKS, Pantone) bestimmte, bereits fertig angemischte Farben ausgewählt.

Schön- und Widerdruck

Doppelseitiges Bedrucken eines Druckbogens auf der Vorder- und Rückseite. Der Schöndruck ist der erste Druckgang. Danach wird das Papier gewendet und im zweiten Druckgang mit dem Widerdruck versehen.

Schriftgrad

Bezeichnung für die Größenangabe einer Schrift, allgemein in Didot-Punkten (p) oder in DTP-Points (pt) angegeben. Optisch können Schriften mit gleichem Schriftgrad unterschiedlich groß wirken.

Schusterjunge und Hurenkind

Heute politisch korrekt: Waisenkind und Witwe

Diese beiden Begriffe stammen aus der Typographie. Schusterjunge bezeichnet eine einzelne Zeile eines neuen Absatzes, die „vorwitzig wie ein Schusterjunge“ auf der vorhergehenden Seite stehen geblieben ist. Heute heißt es “Waisenkind”. Etwas auffälliger, und daher noch unerwünschter, ist ein Hurenkind (heute „Witwe“), bei dem die letzte Zeile des Absatzes oben auf der neuen Seite steht. Witwen/Hurenkinder gelten als schwere handwerkliche Fehler, da sie das Erscheinungsbild einer Seite erheblich beinträchtigen.

Siebdruck

Beim Siebdruck wird die Druckfarbe durch ein belichtetes Siebgewebe mit Druckschablone auf den Bedruckstoff gepresst. Siebdruck ist nicht für hohe Auflagen geeignet, da jede Druckfarbe erst trocknen muss, bevor man die nächste aufbringen kann. Der Farbauftrag ist fünf- bis zehnmal so dick wie bei anderen Druckverfahren und man kann zudem dickflüssigere Druckfarben verwenden, was einen fühlbaren Effekt hat. Ein weiterer Vorteil: Im Siebdruck kann man auch weiß oder farbig auf eine dunkle Oberfläche drucken, da die Farben absolut deckend sind.

Skalenfarben

Auch Prozessfarben genannt. Genormte Druckfarben Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y), z.B. Europaskala, die für einen Vierfarbdruck eingesetzt werden. Zusätzlich wird für einen höheren KontrastSchwarz als vierte Druckfarbe benötigt.

Skalieren

Funktion eines Grafik- bzw. Bildbearbeitungsprogramms, die ein Vergrößern oder Verkleinern von Grafiken und Bildern ermöglicht. Bei einem linearen Skalieren bleiben die Proportionen der Seiten gleich, bei einem ungleichmäßigen Skalieren werden die horizontale und die vertikale Länge mit unterschiedlichen Prozentwerten eingegeben. Dadurch wird das Objekt verzerrt wiedergegeben. Grundsätzlich ist diese Funktion auch für Schriften zu einer Pseudo-Modifikation einzusetzen.

Softproof

Bildschirmdarstellung erfasster bzw. gespeicherter digitaler Daten.

Sonderfarben

Farben, die sich nicht aus den Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz mischen lassen, sondern gesondert hergestellt und im jeweils gewünschten Farbton speziell abgemischt werden, z.B. Pantone. Metall- oder Leuchtfarben.

Stand

In der Drucktechnik die (genaue) Position von Druckelementen wie Texte und Bilder  auf einer Druckseite oder die Position der kompletten Druckseite auf dem Druckbogen.

Stanzen

Als Stanzen wird das Ausschneiden von Mustern oder Formteilen mit Stahlstanzen aus dem Bedruckstoff verstanden. Dies kann dekorativen Zwecken dienen und die optische Wirkung steigern. Stanzungen können aber auch funktionelle Aufgaben erfüllen, z.B. als Öffnungen, durch die man in ein Druckwerk hinein- oder hindurch sehen kann. Die Alternative zum Stanzen ist der Laserschnitt.

Tages-Leuchtfarbe

Fluoreszierende Leuchtfarben, die sich durch außergewöhnliche Farbintensität auszeichnen. Werden im Siebdruck oder im Offsetdruck (doppelte Bedruckung) aufgebracht. Im Siebdruck entfaltet die Farbe ihre volle Leuchtkraft.

Tampondruck

Indirektes Tiefdruckverfahren, das aus der Werbemittelbranche nicht mehr wegzudenken ist und sich als wichtiges Verfahren zum Bedrucken von Kunststoffteilen etabliert hat. Als indirektes Übertragungselement dient ein flexibler Tampon, eine Art Stempel aus Silikon-Kautschuk. Er kann sich an alle Formen von Gegenständen anpassen, z.B. Kugelschreiber, Feuerzeuge, Tassen, Spielzeug, Haushaltsgeräte oder Sportartikel. Bereits fertig gestellte Produkte wie z.B. Notizbücher können so nachträglich noch verschönert werden.

 

Tertiärfarben

Mischung von drei bunten Druckfarben einer Farbskala oder die Mischung einer bunten Druckfarbe mit Schwarz in beliebigem Mischungsverhältnis.

Thermofarben

Farben oder Lacke, die bei Temperaturveränderung transparent werden oder sich verfärben können. Die Farben reagieren auf Umgebungstemperatur, Sonneneinstrahlung oder Körperwärme. So kann z.B. durch Handauflegen ein Motiv auf einem Bucheinband sichtbar werden. Thermofarben werden im Siebdruck aufgebracht. Das darunter liegende Motiv kann im Offsetdruck gedruckt werden.

 

Tiefdruck

Charakteristisches Merkmal: Bildstellen liegen in der Druckform vertieft, Nichtbildstellen liegen höher und auf einer Ebene. Manuelle Verfahren der Druckformherstellung sind z.B. Kupferstich, Radierung, Kaltnadelradierung, Aquatinta und die Heliogravüre, der Vorläufer des modernen Rakeltiefdrucks. Gedruckt werden manuell hergestellte Druckformen in handwerklichen Kupferdruckpressen, Druckprinzip Fläche gegen Zylinder. Heute ist als Originalgrafik vor allem noch die Radierung bedeutend. Die heute bedeutende industrielle Tiefdrucktechnik ist der Rakeltiefdruck.

Tiegel

Druckpresse im Buchdruck, bei der Press- und Gegendruckkörper je eine ebene Fläche bilden. Der flache Gegendruckkörper wird als Tiegel bezeichnet. Oft wird die gesamte Tiegeldruckpresse verkürzt Tiegel genannt. Das bekannteste Fabrikat ist der Heidelberger Tiegel.

TIFF

auch: tif

Tagged Image File Format. Rechnerunabhängiges Bildformat für DTP-Systeme: Halbtonvorlagen werden eingescannt, elektronisch bearbeitet und als TIFF-Datei gespeichert.

Eine TIFF-Datei besteht aus einem Datenvorspann (Datenkopf, Header), dem Bildverzeichnis (Informationen, die das Bild beschreiben mit Eintragszähler, Bildverzeichniseinträgen und der Adresse des nächsten Bildverzeichnisses. Diese Angaben ergeben eine exakte Bildbeschreibung.

Titelei

Seiten eines Buches, die dem eigentlichen Text vorangestellt sind. Dazu gehören z. B. Schmutztitel, Frontispiz, Titelblatt und Impressum.

Tonwert

Bezeichnet einen Grau- oder Farbwert innerhalb eines Bildmotivs oder vorgegebenen Farbspektrums. Der Tonwert ist ein optisches Maß, der angibt, wie gedeckt eine Farbfläche dem Betrachter erscheint.

Trapping

1. Farbannahmefähigkeit einer nachfolgenden Druckfarbe im Naß-in-Naß-Druck auf eine bereits gedruckte Farbe, d.h. beim Übereinanderdruck noch nicht getrockneter Druckfarben.

2. Englische Bezeichnung für das Überlappen zweier benachbarter Farben im Druck. Ziel dieser Überlappung ist es, feinste weiße, also nicht bedruckte Lücken (Blitzer) zwischen zwei benachbarten Farben zu vermeiden. Nur dadurch ist ein problemloser Druck derAuflage bei leichtesten Passerdifferenzen oder Papierverzug möglich.

Triplexdruck

Die reproduktions- und drucktechnische Wiedergabe einer einfarbigen Bildvorlage (Schwarzweiß-Foto, Graustufenvorlage) mit einer Basisfarbe sowie zwei weiteren  Farben zur Verstärkung des Kontrastes,  der Brillanz und des Tonwertumfangs.

Typografie

Vorrangig bezieht sich der Begriff Typographie heute auf den ästhetischen, künstlerischen und funktionalen Gestaltungsprozess von Druckwerken und digitalen Medien mit Hilfe von Schrift, Linien und Flächen.

Typometer

Meist transparentes, 30 cm langes Messlineal mit verschiedenen typografischen Maßen sowie einer metrischen Skala. Daneben sind u.a. Messskalen für Schriftgrößen (Bezug auf die Versalhöhe), Zeilenabstände, Linienstärken (Linienbeispiele) vorhanden.

Überdrucken

Ein Element, meist in dunklerer Farbe, wird über ein anderes Element, meist in einer helleren Farbe, gedruckt.

 

Überfüllen

Überlappen farbiger Texte oder Flächen, um Passerungenauigkeiten und Blitzer zu vermeiden.

Umbruch

Begriff aus der Druckvorstufe, bei dem Text und Bilder auf einer Seite angeordnet und an ein bestimmtes Seitenlayout angepasst werden.

Umschlagen

Im Bogendruck das Wenden des Bogens nach dem Druck einer Seite um die kurze Achse. Die Seitenanlage des Bogens in der Druckmaschine wechselt, die  Vorderanlage bleibt an der gleichen Bogenkante. Das Umschlagen ist die häufigste Art des Wendens für zweiseitig zu bedruckende Bogen.umschlagen

Umstülpen

Umstülpen ist eine Art des Ausschießens, bei der der Bogen nach dem Schöndruck an der Querachse gewendet und von der Rückseite bedruckt wird. Die Wendeachse liegt dabei parallel zur Greiferkante. Für den Widerdruck kommt also die entgegengesetzte Papierkante zur Anlage. Durch das Umstülpen spart man Druckplatten und Einrichtungszeit.

umstuelpen

Unbuntaufbau

Unter Unbuntaufbau versteht man Verfahren zum Bildaufbau im Mehrfarbendruck, bei denen die Schichtdicke der Grundfarben verringert werden soll. Dies geschieht z. B. durch UCR (Under Color Removal), bei dem die drei Buntfarben CMY zugunsten von Schwarz zurückgenommen werden. Zudem gibt es GCR (Gray Component Replacement) sowie CCR (Complementary Color Reduction). Im Gegensatz dazu steht der Buntaufbau, bei dem alle zu druckenden Farben aus den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb entstehen und Schwarz nur zur Unterstützung der Bildtiefen und Konturen dient.

Ungestrichene Papiere

Ungestrichenen Papiere werden häufig im Office-Bereich oder für Notizbücher einsetzt. Anders als gestrichene Papiere sind sie nicht mit einem Bindemittel bestrichen und lassen sich daher besonders gut beschriften. Farben werden dagegen aber durch die “offene” Oberfläche eher “verschluckt”, es fehlt an Brillanz.

UV-Lack

Lack, der wie eine Druckfarbe im Offset- oder Siebdruckverfahren aufgetragen und sofort mit UV-Licht getrocknet wird. Die Lackschicht kann glänzend oder matt sein. UV-Lack wird gerne als Spotlack zur Hervorhebung einzelner Elemente eingesetzt, weil er noch besser glänzt als normaler Drucklack. Mit einem UV-Spotlack lassen sich auch Effekte von Leder, Krokodilleder oder andere interessante Strukturen erzeugen.

 

UV-Offsetdruck

Eine Sonderform des Offsetdrucks stellt der UV-Offset dar. Dieses Verfahren setzt eine spezielle Ausstattung der Offsetdruckmaschinen, sowie besondere Druckhilfsmittel voraus. Den Kern bilden UV-reaktive Farben und UV-Strahler. Unter Einwirkung von UV-Strahlen wird durch eine chemische Reaktion die blitzartige Aushärtung der frisch gedruckten Farben bewirkt. Zur Anregung dieser Reaktion werden Trockner mit UV-Strahlern eingesetzt.

Das Verfahren hat einige Vorteile: durch die schnelle Trocknung ist zum Beispiel eine sofortige Druckweiterverarbeitung möglich. Außerdem bietet es die Möglichkeit, sowohl auf Papier als auch auf weiteren Bedruckstoffen wie beispielsweise auf Polyester, PVC, PET, Metallicfolie und anderen geschlossenen und nicht saugende Oberflächen zu drucken. Durch die UV-Technologie mit UV-Lack können ebenfalls beste Matt- oder Glanzeffekte sowie deren Kombination erzielt werden. Außerdem verfügen die Drucke über gute Beständigkeiten, z. B. in der Scheuerfestigkeit.

 

Vakatseite

Vakatseiten (lat. vacara; „leer sein“) sind absichtliche Leerseiten ohne Inhalte. Sie dienen als Platzhalter, zur Auffüllung oder als Trennseiten. Vakatseiten werden in der Paginierung zwar mitgerechnet, sind jedoch nicht mit Seitenzahlen bedruckt. Sie enthalten häufig die Nachricht „Raum für Notizen“.

Vektorgrafik

Ein Vektor ist eine in der Mathematik, Physik und Technik verwendete geometrische Größe.
Darstellungs- und Ausgabemöglichkeit für Bild- und Grafikdateien, die unabhängig von der Auflösung ist. Vektorgrafiken sind im Vergleich zur Pixelgrafik ohne Qualitätsverlust beliebig skalierbar.

 

Veredelungen

Unter Veredelung eines Druckerzeugnis bezeichnet man alle Verfahren, die das gedruckte Endprodukt über das eingesetzte Material aufwerten. Zum Beispiel: Prägung, Gravur oder Lack.

Verlauf

Technik, bei der durch stufenlos veränderte Rasterung allmähliche Übergänge erzeugt werden, z.B. zwischen zwei oder mehr Farbnuancen (Farbverlauf) oder zwischen zwei oder mehr Grautönen (Helligkeitsverlauf).

Versalien

Bezeichnung für Großbuchstaben, früher Majuskeln genannt. Gegensatz von Kleinbuchstaben = Gemeine.

Vierfarbdruck

Alle Mehrdruckverfahren, bei denen beliebig viele Farbtöne und -nuancen durch Übereinanderdruck der CMYK-Grundfarben (3 Grundfarben + Schwarz) erzielt werden.

Volltonfläche

Ungerasterte, gleichmäßig gedruckte Farbfläche.

Vorlagen

Sämtliche für die Print- und Digitalmedienproduktion erforderlichen Unterlagen des Auftraggebers (Kunden). Im engeren Sinn handelt es sich um Textvorlagen (Manuskripte) und Bildvorlagen.

Vorsatz

Ein dem Buchblock vor- und nachgesetzter Bogen aus kräftigem Papier (weiß, getönt, gerippt, geprägt, marmoriert, etc.), das den Buchblock vorn und hinten mit den Buchdeckel verbindet und bedruckt werden kann.

 

Wasserzeichen

Echte Wasserzeichen entstehen bei der Papierherstellung.

Beim Wasserzeichendruck werden unechte Wasserzeichen nachträglich in einem speziellen Druckverfahren auf das Papier gebracht. Dabei lassen Klarsichtlack oder eine spezielle Paste das Papier transparent erscheinen.

Web2print

Unter web2print versteht man das Erstellen oder auch Personalisieren von Druckvorlagen für beispielsweise Visitenkarten, Briefpapier oder Werbematerialien über das Internet. Dazu stellen die web2print-Anbieter sogenannte Online-Editoren den Kunden zur Verfügung mit denen Vorlagen bearbeitet oder erstellt werden können. Aus diesen Online-Druckvorlagen werden dann automatisch Druckdaten generiert.

Weißpunkt

Hellster Punkt in einer Bildvorlage oder einem digitalisierten Bild.

Weiterverarbeitung

Alle Arbeitsgänge nach dem eigentlichen Druckvorgang, die aus den bedruckten Bogen ein fertiges Druckerzeugnis machen. Je nachdem gehören dazu Falten, Zusammenlegen und Beschneiden der bedruckten Bogen sowie das Binden und gegebenenfalls das Einschweißen und Verpacken.

Werkdruck

Im Gegensatz zum Akzidenz-, Zeitungs- und Zeitschriftendruck ist mit Werkdruck der Druck von Büchern gemeint, die überwiegend Text enthalten. Bei Bildbänden spricht man von Illustrationsdruck. Von der Bezeichnung Werkdruck kann man nicht auf das eingesetzte Druckverfahren schließen.

Widerdruck

Den Druck auf der „unschöneren“ Papierseite beim beidseitigen Druck nennt man Widerdruck. Da viele Papiere ursprünglich herstellungsbedingt eine glatte und eine raue Seite hatten, handelte es sich dabei um die raue Siebseite. Der Titel wurde als so genannter Schöndruck auf die glatte Vorderseite des Bogens gedruckt. Heute gibt es zwar keine unterschiedlichen Papierseiten mehr, vom Widerdruck spricht man jedoch weiter als letzten von zwei Drucken auf einen Bogen.

WYSIWYG

Abk. in der EDV für: What you see is what you get.
Sinngemäß übersetzt: Was als Bildschirmdarstellung zu sehen ist, wird als Produkt genauso ausgegeben. Diese Fähigkeit ist bei Desktop-Publishing-Systemen mit Personalcomputern und der programmgesteuerten Seitengestaltung mit Text, Grafik und Bild am Bildschirm eine unbedingte Voraussetzung für eine qualitativ gute, typografisch gestaltete Arbeit.

Y

International gebräuchliche Abkürzung für die Prozessfarbe Yellow (= Gelb im Vierfarbdruck).

Yellow

Internationale Bezeichnung für Gelb. Neben Cyan (C) und Magenta (M) die dritte subtraktive Grundfarbe (Prozessfarbe) für den Vierfarbdruck.

Zeilenabstand

Der Zeilenabstand (ZAB) ist der Abstand zwischen zwei untereinander stehenden Zeilen. Er wird gemessen von Schriftliniezu Schriftlinie der Zeilen und in Punkt (pt) oder mm angegeben.

Ist der automatische Zeilenabstand in einem Textverarbeitungs- oder Layoutprogramm gewählt, beträgt der Abstand standardmäßig 120% der Schriftgröße in Punkt (pt). Der Zeilenabstand bei einerSchrift mit 10 pt ist somit 12 pt.

Wird der Zeilenabstand verringert oder auch vergrößert, hat dies einen Einfluss auf die Lesbarkeit des Textes.

Zeilenfall

Harmonische Wirkung bei der Anordnung von unterschiedlich langen Zeilen, die untereinander stehen.

Zeilenumbruch

Auch: Umbruch.
Gliederung und Aufteilung des fließend gesetzten Textes (Fließsatz) in den Satzspiegel (Layout) und ggf. die Textspalten der Seite.

Zellstoff

Rohstoff für die Papierherstellung, der aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen. Besteht aus Zellulosefasern, die aus pflanzlichen Rohstoffen wie vor allem Holz, aber Einjahrespflanzen gewonnen wird.

Zickzackfalz

Auch Leporello- oder Akkordeonfalz. Parallelfalze, die nacheinander die Falzrichtung wechseln. Die entstandenen Blätter sind alle gleich breit und lassen sich auf ein relativ kleines Format zusammenfalten. Diese Falzart lässt sich von beiden Seiten her oder an jedem beliebigen Punkt in der Mitte öffnen.

zickzack

ZIP

Das ZIP-Dateiformat ist ein Format für komprimierte Dateien. Es reduziert den Platzbedarf bei der Archivierung und beschleunigt die Datenübertragung. In einer ZIP-Datei mit der Endung .zip können auch mehrere Dateien zusammengefasst werden.

Zuschuss

Menge an Papier, die über die erforderliche Anzahl an Druckbogen hinausgeht und zum Einrichten der Maschinen und die Weiterverarbeitung notwendig ist. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Auflagenhöhe, dem Druckverfahren, der Druckmaschine, der Druckart, der Farbzahl und der Art der Weiterverarbeitung.